Museum der bäuerlichen Gesellschaft

Das antike, von seiner Errichtung bis in die 1980er Jahre praktisch unverändert bewohnte Haus ist 1995 von der Gemeinde Sappada aufgekauft und nach strengen Denkmalschutzauflagen restauriert worden, um es als Museumshaus der bäuerlichen Kultur zu nutzen. Besucher können hier ihren Besuch im Heimatkundemuseum auf einer regelrechten Zeitreise vervollständigen, auf der sie Orte, Hausbräuche und Lebensstil der einheimischen Familien unmittelbar kennenlernen. Die Anlage des Puicher s’Kottlars Hauses ist ein interessantes Beispiel für ein einfach konzipiertes Wohnmodul mit angeschlossenem Stall und Scheune aus dem zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts. An den traditionell in Ost-West-Richtung verlaufenden Flur (labe) im Erdgeschoss schließt sich die von der offenen Feuerstelle (heart oder offns vair) rußgeschwärzte Küche (kuchl) an, die auch zum Räuchern der Speisen im Rauchfang (eesn) diente; eine ganz andere Atmosphäre herrscht in der holzvertäfelten Wohnküche (kòschtibe) mit dem großen Kachelofen (kòchlouvn) im Eck, der über eine eigene Öffnung im Flur beschickt wurde. Der letzte Raum im Erdgeschoss ist das Schlafzimmer (kommer). Eine steile Stiege führt vom Flur in den zweiten Stock hinauf, wo sich ein zweites Schlafzimmer und eine als Werkstatt genutzte kleine Kammer (kemmerle) mit allerlei Werkzeug befinden. Ein Balkon läuft um drei Seiten des Obergeschosses; an der Ostseite befindet sich dort ein kleines Plumpsklo (gònk). Das Dach ist mit Schindeln aus Lärchenholz gedeckt.
Im Unterschied zu den meisten anderen Wohnhäusern in Sappada liegt der Stall (schtòl) hier direkt im Haus und bilden somit kein eigenes Gebäude. Die Scheune (dille), in der das Heu für die langen Winter lagerte, befindet sich auf der Rückseite der Oberetage.
In einem Garten (gòrte) neben dem Haus werden Gemüse und Getreide angebaut, wie sie auch früher im Tal üblich gewesen sein dürften. Neben den im Herbst gelesenen Kartoffeln (eapfl) wachsen Weißkohl (kobaskepfe), der zu Sauerkraut verarbeitet wurde, Bohnen (poan), Erbsen (orbasn), Radieschen (ravaneis), weiße und Rote Rüben (roata ruibm) sowie Runkelrüben (vihronkle), die als Viehfutter dienten. Das hoch aufgeschossene Blatt des Krens (krean) überragt Schnittlauch (schnittlaat), Zwiebeln (zbival), Knoblauch (knouval), Karotten (moarn), Mangold (piessl) und Kresse (kresse), die als Salat (solat) gegessen wurden. Zu den früher auf den Feldern angebauten Getreidearten zählen Gerste (gèrschte), die zu Suppe verkocht wurde, Roggen (rokke), der nur reift, wenn er im Herbst ausgesät wird, und der als Pferdefutter dienende Hafer (hober). Im Sommer wiegen sich die blauen Blüten des Hanfs (hoor) neben den Ringelblumen und erinnern an die breiten Wiesen hinter dem Dorf: Hanf wurde zu Leintuch für Bettwäsche und Kleider verwoben. Im Garten fehlt es auch nicht an Kräutern (kraiter) und Heilpflanzen wie Minze (minzn), Malve (malva), Kamille (komildn), Wermut (bermant) und Estragon (pèrschtròmm), der zum Würzen von Sauertopfen (saurnschotte) verwendet wurde. Eine buntes Gemisch, das mit Unterstützung der Dorffrauen jedes Jahr mit neuen Pflanzen bereichert wird.

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