Das ethnographische Museum Giuseppe Fontana

Im Bemühen, dem fortschreitenden Verlust des Kulturerbes von Sappada Einhalt zu gebieten, trug der Schulmeister Giuseppe Fontana in den 1960er und 70er Jahren etliche Exponate wie landwirtschaftliches Gerät, Haushaltsutensilien und Alltagsgegenstände zusammen und gründete ein Heimatmuseum, das ab 1972 in einem Gebäude im Ortsteil Bach untergebracht war. Nach Fontanas Tod am 12. Februar 1975 wurde das Museum nach ihm benannt und die Sammlung wuchs beständig. 1999 ist unter Leitung von Prof. Alberto Peratoner aus Venedig eine geologisch-paläontologische Abteilung eingerichtet worden, die sich mit der geologischen Geschichte des Tals befasst und neben Gesteinsproben der im Gebiet vorhandenen Felsen auch Fossilien aus der Gegend umfasst.
In der Überzeugung, dass es notwendig ist, das Heimatkundemuseum in einem einheitlichen Rundgang mit erweiterten Abteilungen zu organisieren, hat die Gemeindeverwaltung in den letzten Jahren nach geeigneteren Räumen Ausschau gehalten. Die Wahl ist dabei auf ein frisch renoviertes Gebäude in Cima Sappada gefallen, der Umzug der Sammlung ist bereits im Gange. Nach dem neuen Konzept befasst sich die Ausstellung des Heimatmuseums „Giuseppe Fontana“ mit sämtlichen Aspekten des Tals, von der natürlichen Umwelt bis zur Identität der Gemeinschaft, die sich dort angesiedelt und integriert hat. Der Besucher wird eingeführt in die Eigenheiten der Geologie sowie der Flora und Fauna Sappadas, das im Mittelalter erstmals besiedelt wurde; eine historische Abteilung befasst sich eingehender mit dem Ursprung und der Geschichte der Einwohner bis in unsere Tage. Die völkerkundlichen Sammlungen zeigen, wie die Umwelt die Gewohnheiten der Menschen prägte: Die weitgehende Abgeschiedenheit in früheren Zeiten und die besonderen Klimabedingungen trugen genau wie die besondere Identität der Gemeinschaft als deutsche Sprachinsel zur Bildung einer nahezu autarken Lebensweise bei, die auf der so genannten „Holzkultur“ fußte. Aussagekräftige Zeugnisse sind neben typischen Bauelementen des Tals, denen eine eigene Abteilung gewidmet ist, auch die zahllosen Werkzeuge und Erzeugnisse aus dem Lebensalltag der Plodner, von Werkzeugen zur land- und forstwirtschaftlichen Betätigung über Trachten aus im Dorf gewebter Wolle und Leinen bis hin zu Schuhen aus Leder, das von geschickten Handwerkern gegerbt wurde. Den Schluss bildet eine Abteilung zu den religiösen und weltlichen Bräuchen, die noch heute einen festen Platz in der heimischen Kultur haben, insbesondere zur Plodner Fastnacht (vosenòcht), wobei jedoch auch jene Traditionen berücksichtigt werden, die beseelt von tiefer Frömmigkeit im Umfeld der wichtigsten Kirchenfeste aufgeblüht sind.

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