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Der Karneval

Der Karneval von Sappada/Plodn bildet den Höhepunkt von Tradition und Folklore, Fest und Vergnügen. Nach heimischem Brauch zählen bestimmte Schlüsseltage zur langen Karnevalszeit: Der „Bettlersonntag“ (Pèttlar Sunntach), der „Bauernsonntag“ (Paurn Sunntach), der Faschingsdonnerstag (Vaastign Pfinzntòk), der „Herrensonntag“ (Hearn Sunntach), der Rosenmontag (Vrèss Montach) und der Faschingsdienstag (Schpaib Ertach). An diesen Tagen wird Sappada/Plodn zum Schauplatz lustiger Umzüge in Masken (im Dialekt Lorvn), die mit allerlei Schalk und Karnevalsszenen Frohsinn und Heiterkeit in die Straßen, Wohnungen und Wirtshäuser tragen. Bei den Umzügen sind die Beteiligten vollständig verkleidet und dürfen ihre Masken nicht abnehmen, damit das Publikum möglichst lange rätseln kann, wer sich hinter der jeweiligen Maske verbergen mag. Auch das Sprechen ist daher sehr wichtig: So verzerren die Holzmasken die Stimmen ihrer Träger. Nicht zuletzt deshalb hat der Plodner Karneval etwas Theatralisches an sich, und zwar nicht nur im Sinne einer Aufführung, sondern auch in der Ausdrucksweise. Im heimischen Dialekt gibt es sogar bestimmte Redewendungen, die nur von bestimmten Masken verwendet werden: Der „rollate Lotter“ (oder kurz „Rollat“) etwa stellt normalerweise die Fragen „pische bol nutze?“ („bist du wohl artig?“) und hosche kan aale? („hast du (k)ein Ei?“). Dazu ist anzufügen, dass es sich um einen spontanen Karneval mit sehr alten Ritualen handelt, die von Generation zu Generation mündlich weitergegeben werden. Die Masken besitzen einen großen Handlungsspielraum, so dass der Karneval von Jahr zu Jahr anders ist, und zwar sowohl hinsichtlich der Teilnehmerzahl und der getragenen Masken als auch hinsichtlich der dargebotenen Späße und Szenen... Es ist eben der Karneval eines kleinen Bergdorfs, wo jeder jeden kennt, die Masken von Hand geschnitzt werden und die Späße hinter vorgehaltener Maske auf alltägliche Begebenheiten anspielen. Der „Rollat“ ist die typische Maske aus Sappada/Plodn und die Hauptfigur des Karnevals. Der Name bezieht sich auf seine „Rollen“, die schweren, lauten Eisenkugeln, die er an einer Kette hinter sich herzieht. Der „Rollat“ ist eine strenge Figur, die mit ihrem Aussehen halb Mensch, halb Bär Furcht einflößt. Er ist groß und kräftig, trägt einen Pelz mit Kapuze, gestreifte Hosen, die aus hile geschneidert sind, einem Leinen-Woll-Tuch, mit dem im Winter das Vieh bedeckt wurde, und eisenbeschlagene Stiefel. Die Maske ist aus Holz geschnitzt und zeigt ein strenges Gesicht mit den harten, ausgeprägten Zügen der Bergbewohner. Der „Rollat“ schwingt einen Besen, der zum Spaß, aber auch zur Drohung dient. Die einzige Koketterie der Figur ist das Halstuch, das je nach Familienstand weiß (ledig) oder rot (verheiratet) ist. Der Ursprung des „Rollat“ liegt in grauer Vorzeit. Früher wurde die Verkleidung auch von denjenigen verwendet, die noch eine „alte Rechnung“ zu begleichen hatten. Aus anthropologischer Sicht ist die noch heute in vielen Karnevalsbräuchen (von Sizilien und Sardinien über den Alpenraum bis auf den Balkan) gegenwärtige Bärensymbolik zu erkennen. In Sappada eröffnet der „Rollat“ den Umzug und hat zugleich auch die Aufgabe, die anderen Masken zu dirigieren und zu beschützen. Er ist heute das Wahrzeichen von Sappada/Plodn.

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